Das Selbstverständnis des Menschen wird im 19. Jahrhundert das allgemein als das Zeitalter sowohl der Geschichte als auch der Wissenschaften gilt zunehmend aus biologischen, historischen und sozialen Bedingungen hergeleitet. Auch Nietzsche, der sich mit Descartes, Kant, Schopenhauer und den Lebenswissenschaften des 19. Jahrhunderts auseinandersetzt, historisiert und naturalisiert den Menschen dezidiert. Seine Vernatürlichung des Menschen sollte jedoch, dafür plädiert dieses Buch, nicht als rein theoretisches Programm betrachtet werden. Denn Nietzsche bemüht sich auch, in einem dekadenten Zeitalter das schöpferische Potenzial des Menschen zurückzugewinnen. Die Nicht-Feststellbarkeit des Menschen ist daher nach Nietzsche nicht als beklagenswerte Tatsache wahrzunehmen. Vielmehr liegt in ihr die Möglichkeit zur Selbstgestaltung des Menschen begründet.
Autorentext
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Yi-Ping Xia hat Philosophie und Germanistik in Taipei und Heidelberg studiert. 2025 wurde er mit einer Arbeit über Nietzsche an der Universität Freiburg promoviert. Seine Forschungsinteressen umfassen Nietzsche, Politische Philosophie und Ideengeschichte des 19. Jahrhunderts.
Titel
Der Mensch als das noch nicht festgestellte Thier
Untertitel
Nietzsches anthropologische Subjektivitätskritik
Autor
EAN
9783796555336
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.95 MB
Anzahl Seiten
305
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